Verwendete Techniken

Die Mitglieder des Vereins stellen Gegenstände in vielen unterschiedlichen Techniken her. Hier finden Sie eine kleine Auflistung und einige Beispiele.

 

Kreuzsticharbeiten: Zierpölster, Tischdecken, Weihkorbdeckerl, Wandbehänge, bestickte Glückwunschkarten, Vorhänge nach Maß, Spruchbänder, Buchhüllen, Glasuntersetzer, Überzüge für Zündkolzschachterl, Lesezeichen usw.
Taufkleidchen und Häubchen, verziert mit Namen, Geburts- und Taufdaten, sowie eventuell mit Lebensbaum, Smog- und Zierstichen;
Handtücher mit Häkelspitze und Kreuzstichbeschriftung u.a.m.

"Die Kreuzsticharbeit ist eine Stickerei, bei der ein Schrägstrich in der Mitte von einem gleich großen Deckstrich überquert wird. Als Untergrund wird ein etwas gröberes Leinen- oder Baumwollgewebe  bevorzugt, damit man die Fäden auszählen kann. Die Hinterseite der Arbeit sollte keine Überkreuzungen, sondern nur parallele Fäden aufweisen. Der Kreuzstich war im Spätmittelalter und in der Renaissance für die höher gestellten Damen ein beliebter Zeitvertreib. Die ältesten Kreuzsticharbeiten stammen aus 1500 .
In der Volkskunst ist diese Art der Stickerei in allen europäischen Ländern bekannt."


Häkeleien: Deckerl, Christbaum- und Ostertischschmuck, umhäkelte Eier, Häkelblumen, Dirndlblusenspitzen, Spitzen in jeder Breite und Länge zum Annähen an Tischdecken, Vorhängen, Handtüchern usw.

"Das Gerät zum Häkeln ist ein dünner Stab mit einem Haken, daher auch der Name der Technik. Der Beginn der Arbeit ist eine Kette von Schlaufen, die sogenannten Luftmaschen. In der 2. Reihe wird mit Hilfe der Häkelnadel in jede Luftmasche eine weitere Schlaufe gehäkelt, am Ende der Reihe wird die Arbeit umgedreht und wieder eine Schlaufenreihe gemacht. Es gibt verschiedene Maschenarten, wie z.B. Luftmaschen, feste Maschen, Stäbchen, Drehstäbchen, Doppelstäbchen u.a.m. Daraus ergeben sich sehr schöne Muster für Pullover, Kleider, Tischdecken, Spitzen u.s.w. Die Filethäkelei, welche vornehmlich aus Stäbchen und Luftmaschen besteht, eignet sich besonders gut für Vorhänge und Decken.
Schon im Mittelalter und in der Renaissance vertrieben sich die Frauen gerne die Zeit mit Häkelarbeiten. Im Gegensatz zum Stricken sind diese kaum oder gar nicht mit Maschinen  herstellbar."


Strickarbeiten: Handschuhe und Hauben im Norwegermuster, Modelstutzen zum Trachtenanzug nach Bestellung, Trachtenwesterl für Buben und Mädchen,gestrickte Puppenkleidung, Wollsocken etc.

"Stricken ist eine Technik, bei der einzelne Schlaufen durch zuvor gebildete Schlaufen gezogen werden. Dies geschieht mit 2 dünnen Stäben (Stricknadeln), wenn man eine Fläche herstellen will (Pullover, Westen, Damenröcke, Zierpolster usw.).  Strickt man aber schlauchartige Gebilde (Socken, Hanschuhe, Hauben usw.), benötigt man 4 – 5 kurze Stricknadeln, bzw. eine Rundstricknadel.
Stricken ist ein altes Handwerk, das angeblich vor ca. 1500 Jahren von den Arabern nach Europa gebracht wurde.  Heute wird Gestricktes zum Großteil mit Maschinen hergestellt."


Näharbeiten: Lodenjackerl, Trachtenhemden (Pfoad) für Männer und Frauen, Taschen aus Stoff, Loden und Jute, verziert mit Knöpfen, Hischhorn, Überzüge für Flaschen und vieles mehr...

Schmuck: Halsketten, Ringe zum Teil aus Swarovkisteinen, Dirndlschmuck aus Hirschhorn oder FIMO u.a.m.

Puppen: Stoffpuppen für die Weihnachtskrippe aus Jute oder in steirischer Trachtenkleidung, mit den HL.3 Königen , Hirten, Schafen usw., Stoffpuppen in verschiedenen Posen, der "Kleine Peterl" (Peter- Roseggerpuppe), Lavendelpüppchen für den Kleiderkasten, Hexen usw.

Keramik: bemalte Keramik, Schüsseln, Vasen, Weihbrunnkessel, Krügerl, Teller, Ziffernblätter, Rosenkugeln, Keramikschmuck für Blumentöpfe, Keramikblumen, Keramikanhänger usw.

Malarbeiten: Ostereier, Osterhasen, bemalte Keramik, Kleistermalerei auf Spanschachteln in Kammzugtechnik, Seidenmalerei auf Tüchern und Krawatten, bemalte Rosenkugeln, Glückwunschbilletts in Enkaustikmalerei, bemalte Kerzen, Bilder etc.

"Auf alten Möbeln findet man neben den traditionellen Blumenmotiven, Landschaftsbildern, Heiligendarstellungen und religiöser Ornamentik manchmal noch eine besonders interessante Maltechnik: die Kleistermalerei. Hierbei handelt es sich um eine Art der Holzbemalung, die im 17. und 18. Jhdt. hauptsächlich im alpenländischen Raum angewendet wurde. Kästen, Kommoden, Truhen etc. wurden teilweise, manchmal auch zur Gänze in dieser Technik bemalt. Einfache, schlichte Muster wurden mit zum Teil  selbst angefertigten Werkzeugen auf Seitenflächen von Kästen und Truhen, Türfeldern und Rahmungen angebracht und verliehen den einfachen Bauernmöbeln ein dekoratives Aussehen."

"Enkaustik ist eine Malarbeit, in der die Farbpigmente mit Wachs vermischt sind und heiß auf den Malgrund aufgetragen werden. Diese Technik ist älter als die Ölmalerei und hatte in der griechisch-römischen Antike ihren Höhepunkt. Das Wort Enkaustik leitet sich vom griechischen Wort „enkauston“ ab, was soviel wie „eingebrannt“ bedeutet. Weil die Technik der Enkaustikmalerei im Altertum sehr aufwendig und kompliziert war, wurde sie nicht mehr angewendet und für lange Zeit vergessen. Erst in der Neuzeit, als man sich für die Arbeiten der Antike wieder interessierte, stieß man auf die wundervollen und farbprächtigen  Wachsmalereien. Heute verwendet man elektrisch geheizte Malgeräte, mit denen man die in geschmolzenem Wachs eingebetteten Farbpigmente leicht auf den Untergrund auftragen kann."

Arbeiten aus Holz:
Schüsseln. Drehschüsseln, Vasen, Kerzenständer etc. aus verschiedenen Hölzern gedrechselt, Eisstöcke, Osterratschen, Holzblumen u.a.m.

Schmiedeeisenarbeiten:
Kerzenständer, Arbeiten nach Bestellung

Walkarbeiten: Hauben, Hüte, Schuheinlagen aus Schafwolle

"Wer seinen Schurwollpullover unversehens in der Waschmaschine zu heiß wäscht, hat ungewollt die Technik des Walkens angewandt. Aus der Wolle ist Filz geworden. Der Pullover passt nun einem Kleinkind. Durch Wärme und Bewegung(schlagen,  rollen, kämmen); sowie Wasser und Waschmittel  (Seife) verhaken sich die Wollfasern und bilden einen ziemlich festen und nahezu wasserdichten Stoff, der schwer entflammbar ist und sehr gut  Wärme isoliert.
Filz gibt es schon seit der Steinzeit. Es wurden Kleider und Gegenstände daraus hergestellt, die vor allem wasserdicht und warm sein mussten: Schuhe, Stiefel, Einlagen, Handschuhe, Mützen, Hüte, Umhänge, Hosen, Teppiche, Zelte, Sättel usw."


Glasarbeiten (Tiffany): Kreuze, Ziffernblätter, Christbaumschmuck

"Louis Comfort Tiffany, 1848 -1933, war ein amerikanischer Künstler des Jugendstiles. Er war bei seinen Europareisen von den wunderschönen Bleiglasfenstern so begeistert, dass er eine Technik entwickelte, nämlich die Glasstückchen nicht mit Blei sondern mit schmaler Kupferfolie einzufassen, und anschließend mit einer  Legierung aus Zinn und Blei zu einem Ganzen zu verbinden. Durch diese Technik ist es möglich, auch sehr kleine Glasteile sehr stabil miteinander zu verbinden.  Er stellte auch seit etwa 1893 das mehrfach isisierende „Favrile-Glas“ her und formte daraus faszinierende Lampenschirme, Fensterbilder u.v.a.m., die bis heute Vorbild für alle  Tiffanyverglasungen sind."

Andere Handarbeiten:
Plüschteddybären, Glückwunschbilletts mit Scherenschnitten, verschiedene Körbe aus Roggenstroh, Hochzeits-, Weihnachts- und Geburtstagskerzen in verschiedenen Techniken geschmückt, Seifenherzen- und blüten, selbstgemachte und geschmückte Birkenbesen für den Hauseingang, Geschenksbehälter usw.

"Die klassische Zeit des Scherenschnittes war das  Biedermeier. Viele übten sich in dieser Zeit in der Kunst des Schneidens. Scherenschnitte wurden als Stickvorlagen verwendet, Faltschnitte zierten Tortendeckchen, Blumenmotive schmückten Lampen- und Ofenschirme. Die Erfindung der Fotografie und die modernen Drucktechniken haben die Handarbeit zurückgedrängt. Scherenschnitte machen heute nur noch wenige Menschen, daher sollte man diese Kunst vor dem Vergessen bewahren.
Typisch für den Scherenschnitt sind klare Konturen und starke Kontraste (meist schwarz auf weiß). An Material wird nur eine kleine, gut schneidende Schere und Scherenschnittpapier verwendet, wobei bei der Technik das Motiv und nicht die Schere gedreht wird. Mit viel Übung und Geduld lassen sich kleinste Details herausarbeiten."

"Die Körbe werden nach alter, bäuerlicher Tradition geflochten. Das Stroh dazu muss händisch mit Sichel oder Sense geschnitten werden, weil die Halme nicht geknickt werden dürfen. Wenn das Stroh getrocknet ist, wird es zum Flechten wieder eingeweicht, damit es es für die weitere Verarbeitung geschmeidig genug ist. Aus feuchten Halmbüscheln werden Knoten gedreht und dieselben miteinander verschlungen. Ein Knoten hält den anderen. Früher wurden in dieser Technik die Bienenkörbe hergestellt. Der Nachteil dieser Körbe ist, dass der Honig mitsamt den Waben herausgeschnitten werden muß. Die Trennung von Honig und Wachs ist aufwendig und der Honigertrag wesentlich geringer. Daher finden die Roggenstrohkörbe nur mehr als Schaubienenstöcke Verwendung.
Heute werden in dieser besonderen Flechttechnik Obstkörbe, Schüsseln, Weihfleischkörbe, Körbchen für Osternester, Dekorationsstücke, worin man seine Ideen der Jahreszeit entsprechend einbringen kann, usw. angefertigt."


Spezialitäten

Kräutertees, Rot- und Weißweinliköre, Kräutersalze

"MAGMALADE", scharfe Pfefferonimarmelade, besonders schmackhaft zu kräftigem Käse, Pasteten und Fleisch

 


auf Wunsch:
Webarbeiten und handgesponnene Schafwolle, Maßarbeit für Blusen, Dirndl, Tischtücher, Vorhänge, Läufer, Lampenschirme u.a.m.

 

Hinweis

Sollten Sie spezielle Größen, Farben oder Materialien wünschen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Da unsere Mitglieder alles per Hand herstellen, sind den Möglichkeiten zwar keine Grenzen gesetzt, sehr wohl aber der Herstellungszeit. Wir bitten sie also bei größeren Bestellungen um etwas Geduld.

 

 

                                                Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung!